skip to Main Content
+41 (0)43 537 86 09 info@homestudies.ch
Goethe Tipp Ein Oder Zwei Wörter Kopie

Goethe Vorbereitung Tipp #8 Ein Wort oder zwei Wörter?

Beitragsserien: Goethe Tipp

Goethe Vorbereitung Tipp #8 Ein Wort oder zwei Wörter?

Ein Wort oder zwei Wörter

 

Im Englischen gibt es unglaublich viele Sätze mit Apostroph (‚).

Grund dafür sind die zahlreichen Kontraktionen, also Zusammenziehungen von Wörtern, z.B. „I’m“ für „I am“, „He’s“ für „He is“ oder „We’re“ anstelle von „We are“.

Dieses Phänomen ist im Deutschen sehr viel seltener, denn im Deutschen steht die Silbenstruktur der Wörter viel stärker im Vordergrund. Allerdings, ganz unbekannt ist das Phänomen der Kontraktion im Deutschen auch nicht, vergleichsweise häufig gibt es Kombinationen, also Kurzformen von Artikeln und Präpositionen.

Die wichtigsten und häufigsten sind „beim“ (bei dem), „ins“ (in das), „im“ (in dem), „am“ (an dem), „zur“ (zu der), „zum“ (zu dem) und „vom“ (von dem).

Die kurze Version ist oft der Normalfall, während die lange schon irgendwie komisch klingt. „Beim Essen war alles ok“ ist ein unverdächtiger Satz. „Bei dem (DEM!) Essen“ allerdings betone ich, dass bei diesem einen besonderen Essen irgendetwas sonderbar war.

Allerdings funktioniert das Kontraktions-System nicht immer. „In die“ bleibt immer separat. So etwas wie „ine“ oder „inie“ gibt es nicht. „Bein“ ist ein Körperteil, aber nicht die Kurzversion von „bei den“.

Die klassischen Kurzversionen wie „beim“ und „zum“ sind schon lange auch in der Schriftsprache etabliert, man schreibt sie generell ohne Apostroph. Das ist wichtig zu erwähnen, weil es in vermeintlich modernem Deutsch oft eine regelrechte Apostroph-Inflation gibt. Aber trotzdem ist der Satz „Ich gehe hinter’s Haus“ falsch. Der Apostroph wird nicht benötigt.

In der gesprochenen Sprache ist zu beobachten, dass die Kurzversionen immer häufiger und beliebter werden. Allerdings sind sie noch nicht Bestandteil der Schriftsprache. Sätze wie „Ich gehe aufe Bank“ (für „auf die“) oder „Ich gehe anne Ampel“ (für „an die“) hört man recht häufig. Es bleibt natürlich das Problem, diese nicht-schriftdeutschen Ausdrücke irgendwie schriftlich wiederzugeben, weshalb für die hier verwendeten Schreibweisen keine Gewähr übernommen werden kann.

Ein anderes, ebenfalls noch im Wandel befindliches Phänomen der gesprochenen Sprache sind Zusammenziehungen von Verben und Pronomen.

In jedem deutschen Bahnhof wird man früher oder später gefragt „Haste mal einen Euro?“.

Die Radikal-Kurzversion lautet dann „Hastemaneuro?“

Andere beliebte Verkürzungen sind „Kommste?“ (für „Kommst Du?“), „glaubich“ für „glaube ich“ oder „gehnse“ (für „gehen Sie“).

Mein persönlicher Favorit ist „Hörnsema“ für „Hören Sie einmal“.

Also in diesem Sinne: „Machensesgut, meine Damnunherrn!“

Gratis Probelektion - Jetzt anmelden!

Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Sie sind auf der Suche nach Goethe Vorbereitung?   Melden Sie sich für eine gratis Goethe Vorbereitung bei uns an.

mailchimp_webseiten-conversions_homestudies_930x150_

Melden Sie sich für unseren gratis Newsletter an. Mit Ihrer Anmeldung verpassen Sie keine wichtigen News von homestudies.

Registrieren Sie sich noch heute für Ihren gratis homestudies Newsletter.

Melden Sie sich für unseren gratis Newsletter an

* indicates required

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CHF / EUR
EUR Euro
Back To Top
Suche